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Kiss the frog – or not?

 by Marie Schwarz



#internationalkissingday


Did you know that today is worldwide #kissday?

So, take a deep breath and kiss your #lovelyone - whether if it is your pet, your #love or a mailbox - like me in #venice


Bei einer der nächtlichen Wanderungen durch Venedig, die ich bereits in meinem Beitrag "Die Macht der Nacht" angesprochen habe, ist mir dieser hübsche Briefkasten begegnet. Anscheinend wurde hier eine romantische Botschaft an einen heimlichen Schwarm hinterlassen – wer weiß?

Nicht nur, dass die Briefkästen in Venedig Gesichtern ähneln – wenn man sie sich einmal achtsam ansieht –, sondern auch sonst hat die Stadt etwas Unbeschreibliches an sich.

Leider hat auch Venedig unter dem stetig zunehmendem Tourismus sehr gelitten und mehr und mehr zu leiden. Besonders die Einheimischen sind dazu gezwungen, ihre geliebte Heimat zu verlassen. Nicht nur, dass diese unter dem ständigen Lärm und den weiter zunehmenden Menschenmassen zu leiden haben, sondern auch die Luftqualität hat sich – besonders durch die Zunahme an Kreuzfahrtschiffen – erheblich verschlechtert. Es ist schade und gleichzeitig traurig!
Ich bin bei einem Restaurant-Besitzer gewesen, der nachts seine Räume für verschiedene Veranstaltungen umbaut. Auch wenn dies mit einem Glas Rotwein und laut aufgedrehter, italienischer Musik geschah, habe ich ihm angesehen, dass er sich nicht freiwillig wachhält. Und tatsächlich sagte er, dass ihm nichts anderes übrig bliebe. Er war nicht genervt von meinem kurzen Besuch, doch ich habe ihm angemerkt, dass er auch nicht traurig war, als ich mich verabschiedete.
Die Bewohner haben sich anzupassen und müssen etwas bieten, um weiterhin Geld zu verdienen und sich die Bleibe in der beliebten Stadt weiter finanzieren zu können. Nach und nach wird alles umgebaut und zu horrenden Preisen an Investoren, Wohlhabende, die Elite, verkauft und hinterher bleibt der lebensnotwendige Wohnraum unerreichbar für die Geringverdiener und Mittelständler.

Eine Frage:
Sind Geringverdiener in Städten nicht erwünscht?

Ist an diesen zu wenig zu verdienen?

Die großen Anbieter machen die Kohle und die Venezianer sind meist mit der Müllbeseitigung und der Bespaßung der Touristen beschäftigt. Hinzu kommt, dass Venedig den Hafen an die Krezufahrtindustrie verkauft hat und nicht mal die Möglichkeit hat, den Wahnsinn zu stoppen. Manch eine böse Zunge könnte behaupten, dass sie ja nicht dort wohnen müssen, doch wenn man dort einst aufgewachsen ist, ist die Beschwerde der Anwohner in meinen Augen berechtigt. Ihnen wird der Lebensraum genommen und sie haben keine Chance sich zu wehren.

Es ist bekanntermaßen in den Städten Deutschlands, wie beispielsweise meiner Heimatstadt München, nicht anders. Eine bezahlbare Wohnung zu finden ist heute über die üblichen Medien quasi unmöglich und wenn, dann gelangt man an verschimmelte oder andere, krankmachende Immobilien, die einen noch mehr schwächen, anstatt den Schutz bieten, der zur Regenerierung von der Alltagswelt dienen soll. (Es gibt Ausnahmen, doch diese kommen genauso wahrscheinlich vor wie ein 6er im Lotto.)


Wo sollen beispielsweise Menschen, die sensibel sind, unterkommen?
Auf dem Land ist es auch nicht ruhiger. Überall Lärmbelästigung, da jeder Nachbar einen anderen Rasenmäher sowie unterschiedliche Mähzeiten hat, die Traktoren ebenfalls zu andere Zeiten eingesetzt werden, die Hecken gefühlt täglich vom Hausmeister oder Eigentümern geschnitten werden und es eigentlich von Laubbläser bis Kreissägen alle möglichen Geräusche gibt, die von anderen Bewohnern sogenannter Kleinfamilien-Siedlungen ausgetestet und leidenschaftlich betrieben werden. Da wird die Bewässerung des Gartens zur Saisonaufgabe für so manch einen Rentner. Wenn man jedoch nicht in der Arbeit ist, sondern sich von zu Hause aus sein Geld verdient und aufgrund von Schwäche nicht vor die Haustüre kann, ist es ein goldener Käfig, selbst wenn es die "richtige" Immobilie an sich wäre.

Ich habe dies alles schon erlebt und kann somit aus eigener Erfahrung sprechen. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich selbst nicht in so einer großen oder stark frequentierten Stadt wie Venedig wohnen möchte. Auch in New York würde ich höchstens nur noch einmal ein paar Tage am Stück verbringen, doch gerade in Manhattan ist dies nicht an jedem Ort für mich möglich. Durch meine Art der Krankheiten ist es für mich unmöglich geworden, mich mit meinem sehr schwachen Immunsystem in die Hölle unter alle Viren, Bakterien, Abgase und weitere Umweltbelastungen zu begeben.
Vor ein paar Jahren war dies noch anders. Mittlerweile muss ich in jedem Zimmer/in jeder Wohnung erst einmal alles desinfizieren und kann mich nicht auf die Hygienemaßnahmen anderer verlassen, die laut verschiendenen Tests – welche ich in verschiedenen Medien in den vergangenen Jahrzehnten wahrnehmen konnte – größtenteils unterirdisch sind.

Ich selbst bin Opfer von schlimmsten Fehlern in Sachen Hygieneeinhaltung gewesen. Und das im Krankenhaus! Die Putzfrau hatte doch tatsächlich den Lappen für die Toilette ebenfalls für die Türklinken und anderen Flächen verwendet! Eis wurde, wenn ich es nicht angerührt hatte, einfach wieder nach Stunden in den Gefrierschrank gestellt!!!! Dieses Problem kennen viele chronisch Kranke, hochsensible und auch etwas ängstlichere Menschen. Ich kann sicherlich nur für mich sprechen, doch je mehr Reaktivierungen des EBV ich durchmachen musste, desto mehr ist meine Angst gestiegen, erneut mit – für mich lebensgefährlichen – Erregern in Kontakt zu treten.

Leider haben nur die wenigsten Menschen begriffen, wie schnell sich Keime, Viren etc. geradezu überall verbreiten. Nicht umsonst steigt jährlich die Grippe-Rate in München während dem Oktoberfest.
Noch nie darüber nachgedacht? Ich vor langer Zeit ebenfalls nicht und deshalb war ich auch ständig in der Arztpraxis und nahezu keiner meiner Freunde oder Familienmitglieder hatte glauben können, dass ich ständig mit einer neuen Diagnose krank war. Doch dies war so.

In meinem Buch oder Leitfaden zum Thema EBV werde ich diese Punkte noch weiter ausführen, doch kann ich Dir jetzt bereits mitteilen, dass man – sollte man wie ich, chronisch mit dem Virus gestraft sein – nahezu jede Krankheit im nähren Umfeld aufgreifen kann. Ich war einmal im Berufsinformationsezentrum als Jugendliche und hinterher hatte ich Streptokokken, die sogar zu Hautausschlägen geführt haben. Ich wasche so oft es nur geht meine Hände, fasse danach keine Türklinke mehr mit der Hand an, vermeide es schon seit meiner frühen Jugend, in Bussen, Bahn etc. Griffe mit der Hand anzulangen und benutze ständig Desinfektionsmittel für meine Hände. Ich kann mir nur die Tröpfcheninfektion als mögliche Ursache erklären.


Gerade diese "Tröpfcheninfektion" ist für Patienten mit EBV ein hohes Risiko. Manche Mediziner winken hier kopfschüttelnd ab, doch ich halte dagegen. Nicht jeder Arzt kann jede Erfahrung machen, die die vielen, unterschiedlichen Patienten täglich sammeln und auch das Wissen über alle individuellen Fälle kann nicht in nur einem Menschen gespeichert sein, sonst wären ja quasi alle unsere Probleme gelöst, wenn wir wie ein Computer alle Daten in wenigen Augenblicken analysieren und verknüpfen könnten. Ich gebe zu, ich kann dies schon recht gut, doch diese Art von Mensch ist mir definitiv bisher noch nicht begegnet.
Deshalb gibt es auch bislang keine wirksame, schulmedizinische Therapie gegen EBV. Die Forschung steht an einem Punkt, an dem wir Betroffenen nur abwarten können und hoffen, dass bald ein Weg gefunden wird, wie man den Mistkerl aus dem Körper verdammt oder ihn zumindest klein kriegen kann, sodass er nicht die eigenen Zellen versklavt und alles unaufhaltsam und unumkehrbar zerstört. Ein interessanter Newsletter-Beitrag von 2017 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fasst die Lage sehr gut zusammen. Ich möchte den Respekt auch von diesen hoch angesehenen Medizinern erhalten, da ich selbst unter all den Symptomen mit erst 29 Jahren zu leiden habe und ein normales Leben für mich dadurch gar nicht möglich ist.
Die Krankheit des Pfeifferschen Drüsenfiebers, welches durch die Epstein-Barr-Viren ausgelöst wird, ist im Übrigen bekannt unter der Kusskrankeit (engl. Kissingdisease) und überträgt sich via Speichelkontakt während des Küssens, also wie durch Tröpfcheninfektion. Insgesamt sind mehr als 90% der Menschen mit dem Virus infiziert, doch nicht bei allen entwickelt sich eine Reaktivierung – oder wie in meinem Fall – ein chronischer Verlauf. Somit ist auch besondere Vorsicht in allen Lebensbereichen geboten. Das Virus gehört zu den Herpesviren und auch eine andere Person, bei der eine aktive Herpesinfektion vorliegt, die jedoch auch nicht zwingend bemerkt wird von der/dem Infizierten, kann zu einer Reaktivierung bei einem Kranken führen, gerade wenn sie/er chronisch an EBV erkrankt ist. Das selbe gilt für Windpocken beispielsweise. Es ist laut meiner Informationen sehr gefährlich für Menschen, mit einem schwachen Immunsystem, sich mit dem Erreger zu infizieren. Andererseits ist bekannt, dass Küssen das Immunsystem stärken kann.
Da nicht jeder alles wissen kann, versuche ich hiermit ein wenig aufzuklären am kissingday. Vielleicht sollte man viele Frösche küssen, bis der Traumprinz dabei ist, doch für manche Menschen kann dies auch mehr Leid als Freud bedeuten. Am Ende entscheidet jeder selbst, welche äußerlichen Umstände zu der Erlangung von etwas Lebensqualität für einen selbst notwendig sind. Man muss nicht auf alles verzichten – so viel steht für mich mittlerweile fest. Entspanne Dich und relax und lass Dich nicht durch Gehörtes oder Gelesenes verrückt machen. Erinnere Dich immer an meinen Leitspruch: Leben statt Leiden! ♥

 

Wenn Du selbst betroffen bist oder Menschen kennst, die die selbe Krankheit oder andere Diagnosen haben, versuche ein Umdenken zu erreichen. Nur weil man eine Krankheit nicht sieht, heißt es nicht, dass diese nicht existiert. Aufklärung ist wichtig und so kann man auch mit dem Date, mit dem Arbeitskollegen oder anderen, unter Umständen Risikopersonen in seinem Umfeld sprechen. Es ist für die eigene Gesundheit wichtig und für die der anderen. Egal aus welcher Sicht gesehen – Händewaschen nicht vergessen und wenn die Krankheit schon sehr weit fortgeschritten ist, ruhig einen Mundschutz tragen. Viele Menschen tragen einen, um sich selbst zu schützen.


Have a lovely ♥ friday und vergiss nie – Ein bisschen Philosofie schadet nie! ;)

 

#kissingday #tagdeskusses #worldkissday #diadelbeso #giornatadelbacio #journeedubaiser

 


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Hi, ich bin Marie. Ich freue mich, dass Du auf meiner Seite gelandet bist. Nach meinem Studium der Sozialen Arbeit habe ich mich als Hundesitterin selbständig gemacht. Mittlerweile führe ich erfolgreich nicetree.design und bin freiberuflich als Autorin, Texterin und Illustratorin tätig. Als chronisch kranker Mensch gebe ich auf philosofie.de Lebenstipps für andere Betroffene sowie ihre nahen Bezugspersonen, damit diese Mut schöpfen und ihr Selbstbewusstsein stärken können. "Leben statt Leiden" lautet dabei mein Grundsatz. Das alles kosten- und bedingungslos. Wenn auch Du Ratsuchende/r bist, dann sieh Dich in Ruhe um. Vielleicht ist auch mein erstes Buch etwas für Dich?
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