Cut! Alles auf Anfang.

An einem Filmset ist eine Szene leicht ein zweites oder drittes Mal gedreht. Im Leben geht das nicht so einfach. Um eine zweite Chance zu erhalten, beispielsweise um sich in einer bestimmten Situation anders zu verhalten, müssen viele Gegebenheiten wieder so wie zuvor hergestellt werden. Man müsste quasi die Zeit zurückdrehen.
Wenn es um den Dreh eines Films geht, ist dies problemlos geschehen und das fertige Produkt, das wir am Ende bestaunen können, ist geradezu perfekt (So wie die meisten es sich erwarten). Dafür wird sehr viel unternommen.

 

Da die Realität doch meist anders aussieht und nicht alles so rosig ist, wie es teilweise scheinen mag, müssen wir andere Wege finden, als zwanghaft in der Vergangenheit zu schwelgen, weil sie „so viel besser war“ oder wir sie bedauern.

 

Ein Zitat von Israel Zangwill (englischer Erzähler, 1864 – 1926) fällt mir hierzu ein:

 

"Die Vergangenheit ist unsere Wiege, nicht unser Gefängnis. Sie dient nicht der Imitation, sondern der Inspiration. Nicht wiederholen sollen wir sie, sondern fortsetzen."

 

Wichtig ist es, jetzt etwas zu unternehmen, um die Zukunft aktiv „besser“ zu gestalten. Nur so kann man einen Fehler wieder gut machen oder sich verändern. Das Vergangene muss man annehmen, wie es ist und den Blick nach vorne ausrichten. Solche fast revolutionären Sprünge in meinem Leben habe ich schon einige Male durchlebt und oftmals drang in mir ein inniger Wunsch nach Veränderung durch.

 

Es ist kein Geheimnis, dass besonders Frauen gerne zum Friseur gehen, wenn sie einen Neuanfang wagen möchten. Der Wunsch, mit einem neuen ICH in die Welt hinauszugehen, manifestiert sich so stark, dass dabei einiges gewagt wird. So können sehr flippige Frisuren ausprobiert werden, für die man sich zuvor noch geschämt hätte. Es werden bunte Farben gewählt, welche die eigene Persönlichkeit besser widerspiegeln sollen (natürlich am Liebsten die „neue“ Persönlichkeit). Manche lassen sich auch die Haare verlängern. Jede Frau – und natürlich auch jeder Mann – ist einzigartig und so findet jeder seinen – zumindest für den Moment – passenden Look.

 

Doch ändert sich mit einer neuen Frisur so vieles oder ist und bleibt man einfach der selbe Mensch wie davor?

 

Ich denke, dass man sich selbst auf jeden Fall dadurch verändern kann. Ich denke nicht, dass dies jedem nachhaltig gelingen mag. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass bei dem ein oder anderen der Leidensdruck bereits sehr groß ist und somit der innige Wunsch nach Veränderung so vehement gegen die zuvor verspürten Lasten ankämpft, dass letztendlich die feste Entschlossenheit zu dem gewünschten Ergebnis führen wird.

 

Ich meine – um das ganze ein Wenig anschaulicher zu beschreiben – jeder kennt es doch, dieses Gefühl, während man beim Friseur sitzt und die Matte gerade sorgsam von einem professionellen Haarkünstler abgeschnitten wird und plötzlich sämtliche Regionen auf dem Kopf zum Kribbeln beginnen. Das ist doch ein wunderbares Gefühl. Alles fühlt sich hinterher leichter an. So kann man schlechte, aber auch gute Phasen abschneiden, was schlichtweg bedeutet, dass man sich von etwas Vergangenem trennt – was sicherlich oftmals im Leben ratsam ist. Diese Motivation solltest Du nutzen, um selbstbewusst in ein neues Lebenskapitel zu starten.

 

Wenn man eh schon nicht an den alten Haaren hängt, dann doch auch nicht an den selben Lastern, die man an sich selbst gar nicht mag. So kann Dein nächster Friseurbesuch der Beginn eines neuen Ichs sein, welches Du entwerfen und formen kannst. Ist das nicht großartig? In diesem Wort steckt passend der englische Begriff »ART« für Kunst. Eine große Kunst also. Zum einen ist es große Kunst, was manch ein Friseur leistet, zum anderen, wie Du selbst Dein Leben gestaltest. Denk mal darüber nach ;)

 

 

Warum wünschen wir uns zu bestimmten Zeiten zwingend einen neuen Haarschnitt und warum gibt es im Gegenzug Phasen, in denen wir komplett zufrieden sind mit unserer Haarpracht?

 

Das liegt meiner Meinung nach wieder an den von mir in meinem Buch »Ist TickTack nur TakTik?« angesprochenen Energien. Man sagt, dass die Haare – sowohl bei Frauen als auch bei Männern – wie Antennen funktionieren. Mit diesen Antennen kann unser Kopf – vereinfacht gesagt – fühlen. So hatten beispielsweise Indianer, Urdeutsche, Weise und Fantasiefiguren, wie Gandalf und auch Saruman oder Dumbledor sehr langes Haar. Gewiss nicht ohne Grund. Sie sind dadurch feinfühliger für die Schwingungen um sie herum.

 

Das glaubst Du nicht?

 

Ein Test, welcher damals durch Spezialeinsatzkräfte im Vietnamkrieg durchgeführt wurde, bewies, dass die Indianer, die für Militärzwecke dienen sollten, ihre Fähigkeiten verloren hatten, nachdem ihnen die Haare abgeschnitten wurden. Sie hatten dadurch ihr Gespür für sich nähernden Feinde verloren und waren für das Militär somit nutzlos. Als sich dies herausgestellt hatte, wurde beschlossen, dass bei Indianern, die dem Militär dienen sollen, die Haare nicht mehr abgeschnitten werden dürfen, sie sogar die langen Haare behalten müssen. Warum sonst, sollten bei Menschen, die gefügig gemacht werden sollen, dauernd die Haare abrasiert werden? Sie sollen zu gehorchenden Maschinen werden. Noch nie darüber nachgedacht?

 

Ein weiteres Beispiel hierfür zitiere ich aus einem Artikel von welt.de (ehemals N24):

 

„Menschen zu erniedrigen, indem man ihnen gewaltsam die Haare abschneidet, das hat eine lange Tradition. Eines der bekanntesten Beispiele ist der Richter Samson, dessen Geschichte im Alten Testament erzählt wird. Er war ein Nasiräer – ein Gottgeweihter und durfte deshalb weder Alkohol trinken noch seine Haare schneiden.

Das lange Haar aber verlieh ihm übermenschliche Kräfte, die er im Kampf gegen die Philister erfolgreich einsetzte. Niemand wusste um das Geheimnis seiner Stärke – bis zu dem Zeitpunkt, als er sich in Delilah, eine Frau der feindlichen Philister verliebte und es ihr verriet. Delilah ließ ihm während des Schlafes die Haare abschneiden und Samson wurde zum Sklaven.“ (Da er seine Fähigkeiten verlor und dadurch besiegt werden konnte.)

 

 

Die Haare speichern viele erlebte Ereignisse.

 

Medikamente, Alkoholexzesse, Stress, Leid, aber auch ungesundes Ernährungsverhalten oder der ungefähre Wohnort lassen sich in den Haaren analysieren. Erstaunlich ist, dass beispielsweise das Alter, Gefühle wie Freude, Geborgenheit und Liebe nicht nachweisbar sind, da beispielsweise das Glücks- und Bindungshormon Oxytocin und das Schwangerschaftshormon HCG in einer Haaranalyse nicht bestimmt werden kann.

Ist es nach dieser Erkenntnis nicht besser, diese Altlasten ein beachtliches Stück abschnippeln zu lassen, damit man nach bestimmten Phasen – die meist belastend für einen waren – wieder befreit durchstarten kann?

 

Gibt es nur zwei Möglichkeiten, zwischen denen wir uns entscheiden müssen?

Entweder Haare ab und neu beginnen oder Haare dran lassen und empathisch sein?

 

Ich denke nicht, dass man zwangsläufig ein gefühlsloser Mensch wird, nachdem man die "Fühler" gekürzt bekommt, nur kann es durchaus passieren, dass die ein oder anderen Fähigkeiten dadurch vorerst abnehmen, sollte man sie nicht zuvor für sich wahrgenommen und verinnerlicht haben. Es kann jedoch auch zusätzlich entlastend wirken, sich von diesen Antennen zu befreien, beispielsweise wenn man sich in seinem näheren Umfeld nicht so wohl fühlen sollte oder von vielen gestressten Menschen umgeben ist, die eine negative Aura besitzen. Es werden über die Haare, wie zuvor angesprochen, Schwingungen der Umwelt intensiver wahrgenommen. Das bedeutet im Klartext, dass man somit nicht nur empfänglicher für seine Mitmenschen wird, um ihnen helfen zu können, sondern auch, dass man sehr viele negativen Energien aufnehmen kann, die für den ein oder anderen zu viel werden können – besonders für Hochsensible.

 

So finde ich es sinnvoll, sollte man sich unwohl fühlen, einfach den Ballast abschneiden zu lassen. Das kann sehr befreiend wirken und neue Wege eröffnen.

 

Blickt man auf die andere Seite der Medaille, kann man durch das Haareschneiden auch etwas zerstören, ohne dies wirklich zu wollen. Kleine Kinder zum Beispiel habe ich oftmals beim Friseur ganz arg weinen hören, da sie ihre Haare behalten wollten. Ich denke sowieso, dass wir sehr viel von Kindern lernen können und deshalb sollte man ihnen doch auch hier ihren Willen lassen und wenn man es gar nicht bleiben lassen kann, einen Kompromiss finden, dass beispielsweise nicht so viel ab kommt. Wenn die Kinder – und das können wir nicht mit Sicherheit sagen – damit Verbindungen zu ihrer Umwelt aufbauen, dann sollten wir diesen Prozess doch auch nicht stören, sondern sie dabei unterstützen. Nur so btw ;)

 

Gar nicht so leicht diese Entscheidung.

 

Bei meinen Recherchen ist mir jedenfalls sehr viel Erstaunliches begegnet, wie zum Beispiel, dass bei Menschen mit krausen Haaren – ab einer gering gewachsenen Länge – eine gewisse Verwirrtheit auftreten kann, die sich jedoch legen kann, sobald die Haare eine bestimmte Länge erreicht haben. Außerdem habe ich erfahren, dass Männer mit langen Haaren noch feinfühliger als viele Frauen mit langen Haaren sind und dadurch sogar ein unbewusster Konkurrenzkampf stattfinden kann. #manbun Ich habe außerdem erfahren, dass die natürliche Haarfarbe ganz entscheidend ist für unseren Charakter. Das, was einst als Diskriminierung von Blondinen galt, ist vielleicht doch nicht einfach nur Humbug? Wer weiß das schon.

 

Mein Fazit:

Ich finde die ganze Thematik sehr interessant, da ein Haarschnitt eben nicht bloß ein Haarschnitt ist, sondern jedes Mal einen kleinen oder manchmal auch großen Neuanfang bedeutet. Wir können zwar die Uhr zweimal im Jahr umstellen, aber nicht die Zeit zurückdrehen. Das ist gar nicht nötig, wie ich finde. Wir tragen sie immer in unseren Herzen und nehmen das, was wichtig für uns ist, mit in die Zukunft.

 

Viel Erfolg auch Dir weiterhin und nie vergessen:

 

Ein bisschen Philosofie schadet nie! ;)

 

 

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