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Die Macht der Nacht

by Marie Schwarz



#paris

Bei dem Sauwetter heute zieht es mich wieder einmal woanders hin und da zumindest in unseren Gedanken alles erlaubt ist, geht die Reise für mich heute nach Paris.
Ich liebe diese Stadt. Das Foto ist auf dem #tourmontparnasse entstanden und der Anblick dieses Bildes stimmt mich einerseits positiv, weil ich an die schöne Zeit dort zurückdenke, doch andererseits symbolisiert es für mich auch eine gewisse #vergänglichkeit. Nie wieder wird die Stadt so sein, wie auf diesem Foto. Alles verändert und entwickelt sich ständig und kann nur in Bildern wirklich "festgehalten" werden.

 

Wir können alles in unseren Erinnerungen abspeichern, doch verblassen diese von Zeit zu Zeit. Wird der Eiffelturm in 150 Jahren noch stehen? Wird die Stadt in die Höhe gewachsen sein? Wo wird meine #seele zu dieser Zeit umherwandern?

Diese Gedanken passen nicht nur zu Nostalgikern, die sich vehement gegen die natürliche Entwicklung des Homo sapiens wenden und zwanghaft an der Vergangenheit festhalten, sondern zu jedem von uns. Es mag sein, dass diese Unwissenheit zu einer gewissen Angst führt, und zwar der Angst vor dem Vergessenwerden.
Einige Menschen möchten ihren #fußabdruck hier auf dieser Erde hinterlassen und möglichst lange in Erinnerung bleiben, doch sicher kann sich niemand sein, dass dies wunschgemäß eintreten wird. Irgendwie möchte doch keiner vergessen werden.

Oder etwa doch? Hat das Vergessenwerden etwa auch Vorteile?

Zurück nach Paris. Aufgeschlossene Menschen, eine tolle #atmosphäre, tolle Sehenswürdigkeiten und leckeres Essen durfte ich dort erleben. Wirklich schön. Es ist mir dennoch aufgefallen, wie sich jede Stadt abends/nachts verwandelt und man sich mancherorts nicht mehr alleine raus trauen kann. Aus jeder Ecke huschen pünktlich nach Sonnenuntergang merkwürdige Gestalten, die einen abzocken wollen. Es ist so! Armut existiert in jeder Stadt und Touristen sind ein leichtes Ziel. Ein Rosenverkäufer am Eiffelturm, der ziemlich penetrant und aggressiv mehrfach zu mir kam, wurde eine Minute nachdem er weg von mir war, von mehreren Einsatzwägen umzingelt, auf den Boden geworfen und festgenommen. So ist die Realität leider. Ich lasse mir die #reiselust dennoch nicht nehmen, bin aber stets auf der Hut. Dieses Phänomen konnte ich wirklich in nahezu jeder Stadt beobachten. In Venedig war es erstaunlicher Weise sehr ruhig nachts.

 

Ja, ich liebe es die Städte bei Nacht zu erkunden, da ich auf diese Weise nicht in den Menschenmengen überrannt werde, wenn ich gewisse Gebäude beispielsweise näher betrachten möchte, die Luft besser ist, da keine Autos fahren, nicht überall Handystrahlung um mich herum ist und ich auch nicht so sehr Angst vor einer erneuten Tröpfcheninfektion haben muss, die in meinem Falle schlimme Folgen für mich haben könnte. Gerade für hochsensible Menschen ist es ein Segen, ohne den üblichen Alltags-Lärm in egal welcher Stadt umherzuschlendern – vor allem, wenn man dabei nicht gestresst wird. Das ist natürlich nichts für jede Nacht, doch ab und zu wirken diese Nachtwanderungen sehr befreiend. Man muss jedoch, wie bereits erwähnt, darauf acht geben, wer einen so umgibt und mit wem man unterwegs ist

Einsamen Frauen kann ich diese Art des Sightseeings, das Nightseeing nicht empfehlen. Und dennoch gibt es Menschen, die auch in der Nacht arbeiten müssen und einem sehr freundlich begegnen und einen nicht ausrauben möchten. Wissen kann man es jedoch nie. In Berlin beispielsweise muss man aufpassen, nachts nicht von einem verrückten Raser überfahren zu werden. Das ist wieder eine andere Geschichte.

 

Für Menschen, die hochsensibel sind, gibt es also doch noch Hoffnung zu reisen. Ich plädiere ja dafür, dass gerade hierfür vereinzelt!!! Nachttouren angeboten werden sollten. Diese können speziell die Personen buchen, die sich davon angesprochen fühlen und es gerne etwas menschenleerer und ruhiger mögen und zeitgleich die Nachtruhe der Bewohner der jeweiligen Städte berücksichtigen. Bei manch einem Tourist fragt man sich ja berechtigterweise, wie dieser so in seiner Heimat lebt und ob dort so ein unangemessenes Verhalten geduldet wird. Zunehmend wissen sich Menschen einfach nicht zu benehmen. Gerade in sehr hellhörigen Hotels wird dies besonders deutlich, wobei ich in Apartments von airbnb ebenfalls derartige Erfahrungen machen durfte. Wenn jemand unbedingt die Sau raus lassen muss, da sich Energien angestaut haben, welche dringend ein Ventil benötigen, dann kann ich die pure Wildnis empfehlen. Die Natur weist einen ganz von alleine in seine Schranken und hier kann man sehr schnell lernen, wie diese einem auch das fürchten lernen kann. Das ist wirklich sehr erstaunlich, da sich solche Cliquen oder Gangs in Städten und den kleinen Ecken und Gassen und Kellern sichtlich wohler fühlen als auf dem Land. Da fällt man schneller auf. Oder etwa doch nicht?

Warst Du schon einmal in Paris? Was hast Du erlebt? Hast Du in dieser oder einer anderen Stadt ebenfalls einmal dunkle Gestalten bemerkt, die pünktlich nach Sonnenuntergang die Straßen einnehmen und ihr Unwesen treiben? Egal wo Du zukünftig noch Deinen Urlaub verbringen möchtest, lass Dich davon nicht abhalten. Einen Weg findet man immer, auch wenn es manchmal mehr Anstrengung bedarf, diesen zu planen. Diese Aufregung kennen wir HSP alle. Der Aufwand lohnt sich dennoch, denn Du bist hinterher eine Erfahrung reicher und nur mit diesem Wissen, kannst Du wiederum anderen helfen, die sich in einer ähnlichen Lage befinden. Nun bin ich wieder hier angekommen und hoffe, ich konnte Dich ein Stück auf meiner Reise mitnehmen oder Dich auf Deiner begleiten. ♡

#happyfreutag und vergiss nie – Ein bisschen Philosofie schadet nie! ;)

 

Denn nur durch die #machtdergedanken kann die Philosophie existieren und #dichterunddenker überleben. Marie

 

#toureiffel #kommwirsiebenunsreerinnerung #nightseeing

 


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Hi, ich bin Marie. Ich freue mich, dass Du auf meiner Seite gelandet bist. Nach meinem Studium der Sozialen Arbeit habe ich mich als Hundesitterin selbständig gemacht. Mittlerweile führe ich erfolgreich nicetree.design und bin freiberuflich als Autorin, Texterin und Illustratorin tätig. Als chronisch kranker Mensch gebe ich auf philosofie.de Lebenstipps für andere Betroffene sowie ihre nahen Bezugspersonen, damit diese Mut schöpfen und ihr Selbstbewusstsein stärken können. "Leben statt Leiden" lautet dabei mein Grundsatz. Das alles kosten- und bedingungslos. Wenn auch Du Ratsuchende/r bist, dann sieh Dich in Ruhe um. Vielleicht ist auch mein erstes Buch etwas für Dich?
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