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#gewitterimkopf

Copyright Foto J.S.Schwarz Wolkenspiel gewitter meer philosofie

by Marie Schwarz




Es ist mal wieder Ruhe angesagt. Zwangsruhe um genau zu sein. Ich wehre mich jedoch nicht mehr dagegen. Es kann eben nicht immer alles perfekt laufen und supi gut sein. Vergiss das niemals, auch wenn Du in den Medien immer nur die rosarote Brille aufgesetzt bekommst.

Manchmal habe ich Tage, an denen geht wirklich gar nichts, weil die Migräne mich schon morgens fest in der Hand hat. Ich spüre eine Attacke meist schon am Abend zuvor, manchmal jedoch schlafe ich ohne Schmerzen ein und wache mit einer sehr starken Attacke auf.
Das ist das unplanbare Leben mit chronischer Migräne. Die spezielle Form der Aura tritt sogar manchmal ohne den Schmerz selbst auf. So kann es sein, dass von der einen auf die andere Sekunde ein fürchterliches Gewitter im Kopf aufzieht, welches manchmal nicht mehr verschwinden möchte. Es regnet sich dann quasi richtig ein und die Kopfschmerzen manifestieren sich.
Du kennst solche Augenblicke?
Du möchtest wissen, was Du in so einem Moment tun kannst?

Ein richtiges Patentrezept gibt es nicht, um bei jeder Attacke sofort eine Schmerzlinderung zu erhalten. Ich habe sehr lange gebraucht, meinen eigenen Weg zu finden, mit den Schmerzen zurechtzukommen und mit dem ich wirklich LEBEN kann. Oftmals habe ich verzweifelt versucht, alle möglichen Medikamente auszutesten, die mir die gewünschte Linderung verschaffen sollten, doch es gab Tage, an denen hatte ich ausschließlich Nebenwirkungen und keinerlei schmerzstillende Wirkung. Das hat mich natürlich immer sehr frustriert.
Nach vielen Jahren (Es waren in etwa 14)  habe ich allerdings aufgehört, jede Pille in mich reinzustopfen, nur um keine Schmerzen mehr erleiden zu müssen. Die Verzweiflung ist verständlicherweise sehr groß, wenn einfach nichts helfen will, doch das ist kein Grund, seinen Körper zusätzlich zu belasten. Im Gegenzug dazu ist es gar nicht mal so ratsam den Schmerz einfach nur auszuhalten. Für den Körper bedeutet das ebenfalls Stress und den gilt es grundsätzlich immer zu vermeiden.

Wie soll man nun verfahren?

Besser ist es, sich in so einer Situation nicht mehr verrückt zu machen, sondern zu lernen, den Schmerz anzunehmen. Dafür muss man sehr viel an sich selbst arbeiten und sich die nötige Zeit geben, eine Umerziehung im eigenen System zu erzeugen. In den letzten 30 Jahren war dies der entscheidende Faktor für mich, der meine gesamte Wahrnehmung verändert hat. Mehr dazu bald in meinem Migräne-Ratgeber.

Finde DEIN Medikament
Ein weiterer Rat von mir wäre, dass Du das für Dich passendste Medikament findest und nicht wild jedes, in der Apotheke erhältliche Präparat austestest. Ein wirklich guter Neurologe kann Dir hierbei eine große Unterstützung sein. Ich bin mittlerweile austherapiert und habe mich durch einen ganzen Dschungel an Behandlungsmethoden gekämpft und so einiges über mich ergehen lassen, um endlich das passende Medikament zu finden. Spezifische Empfehlungen darf ich leider nicht aussprechen – möchte ich auch gar nicht. Wie gesagt, jeder Mensch ist individuell aufgebaut und so kann man schlichtweg einfach nicht sagen, ob meine Therapie die richtige für Dich oder jemand anderen wäre. Gib jedem Behandlungsansatz etwas Zeit, da Dein Körper sich immer erst an eine neue Medikation gewöhnen muss. Eine gewünschte Wirkung von prophylaktischen Therapien kann auch erst nach ein paar Monaten einsetzen. Hab Geduld, auch wenn das Leid groß ist.

Schlimmer als der Schmerz selbst ist oft, dass ihn niemand sieht oder sehen möchte. Diese Auf und Abs waren leider für keinen so wirklich nachzuvollziehen, obwohl die Personen genau gesehen haben, dass ich plötzlich blass bin und ganz anders aussehe. Man muss sich schon sehr vieles anhören, wenn man eine scheinbar unsichtbare Krankheit hat. In meinem Video "Migräne ist nicht unsichtbar" möchte ich aufzeigen, dass die Migräne gar nicht so unsichtbar ist, wie man denkt. Manche wollen den Schmerz wie gesagt auch nicht sehen und damit auch nichts zu tun haben. Ich habe gelernt, dass dies gar nicht an mir liegt, sondern an den anderen, die eventuell nie gelernt haben, auch mit Situationen wie diesen klarzukommen. Leider wissen viele auch gar nicht, wie man sich empathisch verhält und sein Mitgefühl ausdrückt. Einige wollen ihre Schwächen lieber verborgen halten und sich auch gar nicht damit auseinandersetzen. So schieben sie auch das Leid von anderen beiseite und konzentrieren sich auf andere Gegebenheiten. Nimm das alles nicht persönlich. Das bedeutet nicht, dass Du so ein Verhalten befürworten musst oder Dich gar noch um den anderen kümmern musst. Nimm es einfach so an, wie es ist und distanziere auch Du Dich von Menschen, welche Dich einfach nicht so annehmen möchten, wie Du bist.

Schäme Dich nicht für Deinen Körper und auch nicht dafür, dass Du sensibler bist als andere. Mir hat eine – in meinen Augen gute – Ärztin neulich gesagt, dass ohne uns die Welt ganz schön langweilig wäre. Das stimmt. Wir brauchen alle möglichen Charaktere, welche ganz unterschiedliche Erfahrungen im eigenen Leben machen und die Gesellschaft durch neu gewonnene Erkenntnisse und mit einzigartigen Ideen wieder beleben. Ich erwähne in diesem Kontext immer gerne, dass sowohl Dalí, Marie Curie, Vincent van Gogh und viele weitere Künstler, Erfinder und Strategen wie Napoleon oder Julius Cäsar beispielsweise unter Migräne litten. Schon gewusst? Mehr dazu findest Du in diesem Beitrag auf SPIEGELonline.

Schönen Tag Dir noch und denk an die #zeitfürdich.


Ein bisschen Philosofie schadet nie! ;)

 


 #migrainelife #lebenstattleiden #migrainewarrior #ruhevordemsturm

 

 


5 BELIEBTE BEITRÄGE:



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»Viele würden gern ein einfacheres Leben führen, wenn der Weg dahin nicht so kompliziert wäre.«

(Justus Jonas, Humanist)

Hi, ich bin Marie. Ich freue mich, dass Du auf meiner Seite gelandet bist. Ich möchte Dir mit meinem Angebot helfen, wieder oder endlich ein selbstbewusstes Leben zu führen. "Leben statt Leiden" lautet dabei mein Grundsatz. Wenn auch Du Ratsuchende/r bist, dann sieh Dich in Ruhe auf meiner Seite um und lass Dich inspirieren.


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