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Leben ohne Alkohol

by Marie Schwarz

 

 

 

"Sorgen ertrinken nicht in Alkohol. Sie können schwimmen."

Heinz Rühmann (Schauspieler, 1902 – 1994)

 

Trinkst du regelmäßig Alkohol und leidest darunter, da du es gerne sein lassen würdest? Viele meiner Klienten erzählen mir, dass ein Feierabend für sie gar nicht möglich ist ohne etwas zur Entspannung zu trinken. Manche trinken aus Langeweile und wieder andere wollen einfach alles um sich herum vergessen und ihre Hemmungen abbauen. Kommt dir das bekannt vor? Ich verrate dir in diesem Blogbeitrag, wie ich es geschafft habe, keinen einzigen Tropfen Alkohol mehr anzurühren und warum ich stattdessen nur noch Wasser trinke.

 

Gibt's nicht? Gibt es doch. Viel Freude beim Lesen.

 

Vor Kurzem gab es mal eine erfreuliche Nachricht: Laut einer Studie ist die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig Alkohol konsumieren, gesunken. 8,7 Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 sollen angegeben haben, dass sie einmal wöchentlich Alkohol trinken. Allerdings soll der regelmäßige Alkoholkonsum der 18 bis 25 jährigen dagegen bei 33,4 Prozent liegen und auch das extreme Rauschtrinken soll zugenommen haben. Schlimm sind allerdings die Zahlen der Alkoholtoten in Deutschland.

 

Knapp 80.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an den Folgen von Alkoholkonsum.

 

Wusstest Du das?

 

Ich kann mir auf jeden Fall gut vorstellen, dass die Zahl der Rauschkonsumenten gestiegen ist, da ich genauso war. Ich habe gerade zwischen meinem 14. und 25. Lebensjahr mein Leben sehr intensiv zelebriert und dazu regelmäßig Alkohol getrunken. Egal ob Longdrinks, Shots, Bier oder Wein. Eigentlich war es mir – wie meinen partywütigen Freunden – egal, was letztendlich in meinen Körper gelangt, denn an erster Stelle stand der Rausch und das Vergessen des Alltags.

Manch ein Erwachsener kann nicht verstehen, wie man als so junger Mensch überhaupt Probleme haben kann, doch sie waren für mich – und sind es für andere heute noch – existent.

Jeder Mensch, egal in welchem Alter, nimmt seine eigenen Probleme als belastend wahr, selbst wenn manche Schwierigkeiten einmal näher betrachtet, gar nicht als solche wahrgenommen werden. Die ständig zunehmende Belastung für jeden einzelnen Menschen führt einen zwangsläufig in irgendeinen Bereich der Sucht. Ob es nun Alkohol, andere Drogen, Games, Sex, Konsum, Selfies oder andere Dinge sind.

 

Um mit Herzschmerz, Studiumsstress und Geldmangel umzugehen oder Streit mit wem auch immer zu vergessen, wird versucht, die Sorgen zu ertränken. Das ist nicht nur bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Fall. Ich habe sogar sehr viele ältere Menschen kennengelernt, bei denen ich es viel schlimmer fand, dass sie immernoch solche Mengen in sich hineinschütten, gerade wenn Jugendliche ihnen dabei zusehen. Aber jedem das seine. Manche werden auch einfach vom System vergessen und ausgegrenzt und greifen deshalb zur Flasche. Ich denke, dass sich niemand einfach so in eine Alkohol-Sucht begibt, sondern dafür immer Umstände verantwortlich sind, die natürlich nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Bei meiner freiwilligen Arbeit im Drogennotdienst habe ich gelernt, dass jeder Mensch eine ganz eigene Geschichte mitbringt und die Gründe für einen Drogenkonsum von Scham bis Depression alles sein können. Ich verurteile niemanden deshalb, sondern eher ein System, welches zulässt, dass Menschen überhaupt erst in so eine Situation geraten können.

 

Bei mir war es so, dass ich Alkohol nie wirklich vertragen und trotzdem literweise getrunken habe. Da wohl auch klinisch gesehen meine Leber mit der Entgiftung von Alkohol überfordert war, habe ich mich fast jedes einzelne Mal übergeben – egal ob es nur ein Glas oder 5 waren. Noch gefährlicher wurde es, wenn ich dazu Medikamente wie Ibuprofen genommen hatte, um gegen meine Migräne anzukämpfen. In meinem Artikel #sinnfrei bin ich bereits etwas näher darauf eingegangen, falls es dich interessiert.
Erstaunlicherweise hat dieses miese Gefühl, was manchmal drei Tage lang anhielt, nicht dazu beigetragen, die Finger vom Alkohol zu lassen.

Ein einziges Mal jedoch war ich nach einer Party-Nacht so zerstört, dass ich 1,5 Tage lang nichts mehr essen und fast nichts trinken konnte, weil einfach nichts mehr drin bleiben wollte. Das ist einfach zu viel gewesen.

 

Von diesem Tag an habe ich immer weniger getrunken. Mal ein Glas Wein, mal ein Bier oder mal ein exklusiver Drink oder ein Champagner. Doch was ist dann passiert?

 

Sicher möchtest Du wissen, wie ich es geschafft habe, komplett mit dem Trinken aufzuhören.

 

Das war für mich letztendlich ganz einfach und es gab keinen großer Trick dabei. Schon nach kurzer Zeit hat mir der Alkohol gar nicht mehr richtig geschmeckt. Zum Rauchen hatte ich ja bereits zwei Jahre zuvor aufgehört und somit bestellte ich immer öfter Alternativen, da ich verstand, was der Alkohol in meinem Körper anstellte. Ich wusste, dass er nachweislich mein Immunsystem schwächt und ich genau doch das schützen muss.

Ich wurde dabei zwar von anderen oft komisch angeschaut, doch daran habe ich mich schnell gewöhnt. Wenn ich bewusst mitbekommen hatte, wie jeder um mich herum immer heiterer und ungehemmter wurde, ist mir bei der Vorstellung, dass mein Körper gerade den selben Prozess durchlaufen könnte, schon schlecht geworden. Es ist ja absolut kein Stoff, der gerne vom Körper aufgenommen wird oder irgendetwas Nützliches bringt. (Rotwein soll dennoch in Maßen gesund sein, doch ich trinke lieber Traubensaft oder nehme OPC. :D)

 

Naja, und als meine Krankheiten immer heftiger wurden, habe ich damit begonnen mich näher mit dem Thema Gesundheit auseinanderzusetzen und genauso mit meinen spezifischen Krankheitsbildern. Was ich da erfahren habe, schockte mich. Ich hatte all die Jahre lang meinen eigenen Körper geschändet, den ich einfach nicht mehr austauschen kann. Ich habe plötzlich verstanden, dass ich einfach nur Mist gebaut hatte. Ich habe mich beispielsweise mit der Metabolisierung von Lebensmitteln und Stress beschäftigt und kapiert, dass ich es einfach bleiben lassen muss, wenn ich wieder gesund werden möchte. Außerdem habe ich verstanden, dass ich niemals abnehmen kann oder meine Haut besser werden würde, wenn es mir nicht gelingt, dem Alkohol komplett zu entsagen.

 

Letztendlich hat mich meine DISZIPLIN dorthin gebracht, wo ich heute stehe. Es mag sich wie bei einem Ex-Alkoholiker anhören, doch genauso fühlt es sich an: Ich bin trocken seit über 2 Jahren. An meinem 30. Geburtstag hatte ich nochmal ein Gläschen Champagner getrunken, aber das wars. Ich weiß nicht mal mehr den genauen Tag, an dem ich aufgehört habe, da mir das nie sonderlich wichtig war. Weder an Silvester noch an anderen Festen trinke ich und mir geht es super gut damit.

 

Es ist auch in der Öffentlichkeit mittlerweile Gewohnheit für mich, nur noch alkoholfreie Getränke zu bestellen und da ich weder Zucker noch Zuckerersatz in einem Getränk möchte, was leider viel zu oft der Fall ist, bin ich komplett auf Wasser umgestiegen. Am liebsten trinke ich mittlerweile Quell- oder Mineralwasser – zum Beispiel von Viva con Agua.

 

LEBE MIT WASSER!

Wie wichtig Wasser für uns alle noch werden wird, haben wir ja schon bei dem Film Rango gesehen. Ich für meinen Teil habe dem Alkohol vollkommen abgeschworen und bin heute unendlich dankbar dafür, dass wir sauberes Trinkwasser haben und möchte wirklich an den gesunden Menschenverstand eines jeden appellieren, einen verantwortungsvolleren Umgang mit diesem kostbaren Gut zu pflegen. Vor allem es auch wertzuschätzen, dass man in Deutschland einfach nur den Hahn aufdrehen muss und unendlich viel Wasser kommt.

 

WASSER FÜR ALLE ♥ ALLE FÜR WASSER

 

– FÜR EINE WELT OHNE DURST

 

 

Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dafür einsetzt, dass alle Menschen weltweit Zugang zu sauberem TRINKWASSER haben. Darum fördern sie Wasserprojekte und Aktionen im In- und Ausland nach dem Motto "Wasser für alle – alle für Wasser". Schau dich doch mal auf der Seite von Viva con Agua um, wenn du mehr darüber erfahren und sie vielleicht sogar aktiv bei ihrer Arbeit unterstützen möchtest. Es ist nie zu spät! Gerade heute am Weltumwelttag möchte ich dich nochmal dazu ermutigen, ganz selbstbewusst für die Erde einzustehen. Wir haben doch nur diese eine. #noplanetb

 

Ich für meinen Teil habe sehr viele Vorteile festmachen können, die alle für einen ausschließlichen Wasserkonsum sprechen. Beispielsweise kann ich mich viel besser konzentrieren, ich habe schneller abgenommen, ich dünste nicht mehr aus, meine Haut ist besser und ich habe keine Verdauungsprobleme mehr, die sich bei regelmäßigem Alkoholkonsum zu 100% eingestellt hatten.

 

Egal, ob du nun Wasser trinkst, dich um sauberes Trinkwasser in der ganzen Welt einsetzt oder einfach nur weiter säufst, du hast nun meine Geschichte gehört. Nun liegt es an dir.

Ich weiß nicht, ob bei dir selbst der Leidensdruck erst so groß wie meiner damals werden muss, damit du aufhörst, doch ich kann es dir dennoch ans Herz legen, gleich ab heute nichts mehr zu trinken.

 

Dein Körper wird es dir danken und dein Geldbeutel auch.

 

Wenn du Hilfe benötigst, mit dem Trinken oder anderen Süchten aufzuhören, dann vereinbare ein kostenloses Erstgespräch mit mir und wir sehen, ob und wie ich dir weiterhelfen kann. Du wärst nicht der erste Mensch, der mich mit diesem Problem kontaktiert und ich helfe sehr gerne weiter, da ich noch ganz genau weiß, welche Gründe einen dazu bewegen, zu trinken.

 

In diesem Sinne erfrischende Grüße und einen schönen Tag noch!

Marie

 

PS: Einen Tipp habe ich noch: Pimpe dir dein Wasser beispielsweise mit Ingwerscheiben, Zitrone oder frischen Früchten. Das belebt und bringt etwas Geschmack mit rein. ;)

 

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»Viele würden gern ein einfacheres Leben führen, wenn der Weg dahin nicht so kompliziert wäre.«

(Justus Jonas, Humanist)

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