Leben ohne Alkohol


by Marie Schwarz

Lesezeit: 11 Min.

(aktualisiert am 26.01.2020)

 

 

 

"Sorgen ertrinken nicht in Alkohol. Sie können schwimmen."

Heinz Rühmann

 

Trinkst du regelmäßig Alkohol und leidest darunter, da du es gerne sein lassen würdest?

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Viele meiner Klienten erzählen mir, dass ein Feierabend für sie gar nicht möglich ist ohne etwas zur Entspannung zu trinken. Manche trinken aus Langeweile und wieder andere wollen einfach alles um sich herum vergessen und ihre Hemmungen abbauen. Kommt dir das bekannt vor? Ich verrate dir in diesem Blogbeitrag, wie ich es geschafft habe, keinen einzigen Tropfen Alkohol mehr anzurühren, und warum ich stattdessen nur noch Wasser trinke.

 

Gibt's nicht? Gibt es doch. Viel Freude beim Lesen.

 

Letztes Jahr gab es mal eine erfreuliche Nachricht: Laut einer Studie ist die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig Alkohol konsumieren, gesunken. 8,7 Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 sollen angegeben haben, dass sie einmal wöchentlich Alkohol trinken. Allerdings soll der regelmäßige Alkoholkonsum der 18 bis 25 jährigen dagegen bei 33,4 Prozent liegen und auch das extreme Rauschtrinken soll zugenommen haben. Erschreckend sind besonders die Zahlen der Alkoholtoten in Deutschland.

 

Knapp 80.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an den Folgen von Alkoholkonsum.

 

Wusstest du das?

 

Ich kann mir auf jeden Fall gut vorstellen, dass die Zahl der Rauschkonsumenten gestiegen ist, da ich mal genauso war. Ich habe gerade zwischen meinem 14. und 25. Lebensjahr mein Leben sehr intensiv zelebriert und dazu regelmäßig Alkohol getrunken. Egal ob Longdrinks, Shots, Bier oder Wein. Eigentlich war es mir – wie meinen partywütigen Freunden – egal, was letztendlich in meinen Körper gelangt, denn an erster Stelle stand der Rausch und das Vergessen des Alltags.

Manch ein Erwachsener kann nicht verstehen, wie man als so junger Mensch überhaupt Probleme haben kann, doch sie waren für mich – und sind es für andere heute noch – existent.

Jeder Mensch, egal in welchem Alter, nimmt seine eigenen Probleme als belastend wahr, selbst wenn manche Schwierigkeiten einmal näher betrachtet, gar nicht so schlimm sind. Die ständig zunehmende Belastung für jeden einzelnen Menschen führt einen zwangsläufig in irgendeinen Bereich der Sucht. Ob es nun Alkohol, andere Drogen, Games, Sex, Konsum, Selfies oder andere Dinge sind.

 

Um mit Herzschmerz, Studiumsstress und Geldmangel umzugehen oder Streit mit wem auch immer zu vergessen, wird versucht, die Sorgen zu ertränken. Das ist nicht nur bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Fall. Auch alte Menschen trinken Alkohol, um ihren Kummer zu vergessen. Manche Menschen werden einfach vom System vergessen oder ausgegrenzt und greifen deshalb zur Flasche. Ich denke, dass sich niemand einfach so in eine Alkohol-Sucht begibt, sondern dafür immer Umstände verantwortlich sind, die natürlich nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Bei meiner freiwilligen Arbeit im Drogennotdienst habe ich gelernt, dass jeder Mensch eine ganz eigene Geschichte mitbringt, und die Gründe für einen Drogenkonsum von Scham bis Depression alles sein können. Ich verurteile niemanden, sondern eher ein System, welches zulässt, dass Menschen überhaupt erst in so eine Situation geraten können.

 

Bei mir war es so, dass ich Alkohol nie wirklich vertragen und trotzdem literweise getrunken hatte. Da wohl auch klinisch gesehen meine Leber mit der Entgiftung von Alkohol überfordert war, habe ich mich fast jedes einzelne Mal übergeben – egal ob es nur ein Glas oder fünf waren. Noch gefährlicher wurde es, wenn ich dazu Medikamente wie Ibuprofen genommen hatte, um gegen meine Migräne oder weitere, chronische Erkrankungen anzukämpfen. In meinem Artikel #sinnfrei bin ich bereits etwas näher darauf eingegangen, falls es dich interessiert.
Erstaunlicherweise hat dieses miese Gefühl, was manchmal drei Tage lang anhielt, nicht dazu beigetragen, die Finger vom Alkohol zu lassen.

Ein einziges Mal jedoch war ich nach einer Party-Nacht so zerstört, dass ich 1,5 Tage lang nichts mehr essen und fast nichts trinken konnte, weil einfach nichts mehr drin bleiben wollte. Das ist einfach zu viel gewesen.

 

Von diesem Tag an habe ich immer weniger getrunken. Mal ein Glas Wein, mal ein Bier oder mal ein exklusiver Drink oder ein Champagner. Doch was ist dann passiert?

 

Sicher möchtest du wissen, wie ich es geschafft habe, komplett mit dem Trinken aufzuhören.

 

Als meine Krankheiten immer heftiger wurden, habe ich damit angefangen, mich näher mit dem Thema Gesundheit auseinanderzusetzen und genauso mit meinen spezifischen Krankheitsbildern. Was ich da erfahren habe, schockte mich. Ich hatte all die Jahre lang meinen eigenen Körper geschändet, den ich einfach nicht mehr austauschen kann. Ich habe plötzlich verstanden, dass ich einfach nur Mist gebaut hatte. Ich habe mich beispielsweise mit der Metabolisierung von Lebensmitteln und Stress beschäftigt und kapiert, dass ich es einfach bleiben lassen muss, wenn ich wieder gesund werden möchte. Außerdem habe ich verstanden, dass ich niemals abnehmen kann oder meine Haut besser werden würde, wenn es mir nicht gelingt, dem Alkohol komplett zu entsagen. Nachdem ich mir all das reingezogen hatte, verging mir nach und nach die Lust am Trinken. Das Ergebnis meiner Recherchen kannst du in meinem neuen Buch "Ausgetrunken – 31 Gründe für ein Leben ohne Alkohol" nachlesen.

 

Schon nach kurzer Zeit hat mir der Alkohol nicht mehr richtig geschmeckt. Ungefähr nach einem Monat hat sich der Geschmack in meinem Mund komplett verändert, und irgendwie wurde mir zunehmend bereits bei dem Geruch von Alkohol einfach nur übel. Ich roch richtig das Gift. Da ich mit dem Rauchen, meinem zweiten Laster der Jugend und der frühen Zwanziger, bereits zwei Jahre zuvor aufgehört hatte, fehlte mir zumindest in der Co-Abhängigkeit nichts mehr und ich bestellte ab dem Zeitpunkt nur noch Wasser. Das war definitiv die weiseste Entscheidung, um mein damals noch schwächeres Immunsystem zu schützen, welches durch Alkohol total angegriffen war. Beispielsweise konnte ich mich dadurch viel besser konzentrieren, ich habe schneller abgenommen, ich dünstete nicht mehr aus, meine Haut ist besser geworden und ich habe keine Verdauungsprobleme mehr, die sich bei regelmäßigem Alkoholkonsum zu 100% eingestellt hatten. Man wird, wenn man nur Wasser oder andere nicht alkoholische Getränke bestellt, zwar von anderen oft komisch angeschaut, doch daran habe ich mich schnell gewöhnt. Wenn ich bewusst mitbekommen hatte, wie jeder um mich herum immer heiterer und ungehemmter wurde, ist mir bei der Vorstellung, dass mein Körper gerade den selben Prozess durchlaufen könnte, die kurz aufflammende Restlust wieder schnell vergangen. Es ist einfach absolut kein Stoff, der gerne vom Körper aufgenommen wird oder irgendetwas Nützliches bringt.

 

Letztendlich hat mich meine DISZIPLIN dorthin gebracht, wo ich heute stehe.

Wer sich wirklich verändern WILL, der wird es mit viel Disziplin auch schaffen. Der Wille allein macht dich noch nicht nüchtern, doch ist der erste Schritt in ein alkoholfreies Leben. Den Rest erreichst du durch Wissen, Erkenntnis und Disziplin. Um dir bei diesem Prozess eine Stütze zu sein, habe ich meine 31 persönlichen Gründe für ein Leben ohne Alkohol in ein Buch geschrieben und sie grafisch schön verpackt. Du findest darin hilfreiche Tipps für ein starkes Mindset und wirkliche Denkanstöße, die du dir immer wieder durchlesen kannst. Gerade, wer sich für 2020 vorgenommen hat, keinen Alkohol mehr zu trinken, hat mit diesem Buch einen hilfreichen Begleiter.

 

Rezension von Sarah E.:

"Dieses Buch bringt die Vorteile für ein Leben ohne Alkohol verständlich, gebündelt und prägnant auf den Punkt. Es eignet sich deshalb nicht nur für Menschen, die ihren Konsum überdenken und ändern wollen, sondern auch für die Präventionsarbeit, z.B. an Schulen. Absolut empfehlenswert!"

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Egal, ob du nach diesem Beitrag Wasser trinkst oder einfach nur weiter säufst, du hast nun einen Teil meiner Geschichte gehört. Nun liegt es an dir.

Ich weiß nicht, ob bei dir selbst der Leidensdruck erst so groß wie meiner damals werden muss, damit du aufhörst, doch ich kann es dir dennoch ans Herz legen, gleich ab heute nichts mehr zu trinken.

 

Dein Körper wird es dir danken und dein Geldbeutel auch.

 

Wenn du Hilfe benötigst, mit dem Trinken oder anderen Süchten aufzuhören, dann vereinbare ein kostenloses Erstgespräch mit mir und wir sehen, ob und wie ich dir weiterhelfen kann. Du wärst nicht der erste Mensch, der mich mit diesem Problem kontaktiert und ich helfe sehr gerne weiter, da ich noch ganz genau weiß, welche Gründe einen dazu bewegen, zu trinken.

 

In diesem Sinne erfrischende Grüße und eine gute Zeit!

 

 

Marie

 

 

 

Bitte wende dich bei ernsthaften Problemen an deinen Arzt, die Anonymen Alkoholiker oder das Blaue Kreuz. Mein Beitrag und auch mein Buch ersetzen keine ärztliche oder psychologische Beratung.

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