#nobosslife

Copyright Foto Marie Philosofie schwerbehindert selbstständig

by Marie Schwarz



Aufgewacht, die Sonne lacht! Ich bin sehr happy, wenn es morgens bereits hell ist und sich alles nach Urlaub anfühlt. Das Tollste jedoch ist - Ich kann selbst entscheiden, ob, was und wie viel ich heute erledige.

Den Weg in die Selbstständigkeit habe ich nie bereut Es gab und gibt auch heute noch Zeiten, in denen ich mich frage, wie es wohl wäre, pünktlich am Ende jeden Monats seinen Lohn überwiesen zu bekommen, doch diese Überlegungen sind schnell vergessen, wenn ich beispielsweise sehe, wie sehr sich meine Hunde freuen, da sie so gut wie nie alleine sein müssen. Zu wissen, dass sie zu Hause auf mich warten, nur damit ich ''sicheres'' Einkommen beziehe (Es gibt keine Sicherheit) – das ist es mir nicht wert.
Ich habe diesbezüglich meine Gedanken in meinem Buch niedergeschrieben und bin nach wie vor der Meinung, dass die Arbeit AN sich selbst und FÜR einen selbst am wichtigsten ist. Nur so ist man fähig, auch anderen richtig zu helfen.
Ich respektiere jedoch und bewundere sehr wohl, wie großartig in einigen Teams zusammengearbeitet wird und es ist natürlich auch klar, dass nicht jeder den passenden Beruf gelernt hat, um sich von heut auf morgen unabhängig machen zu können.
Es ist jedoch nicht unmöglich.
Auch nicht, wenn man chronisch krank ist und dies ist im Prinzip meine message. Ich habe gelernt, dass Dich im Endeffekt keiner fragt, wie steinig Dein Weg war oder wie viel Disziplin Du aufbringen musstest, um Dein Ziel zu erreichen - Am Ende zählt nur der Erfolg. An diesem wirst Du unweigerlich gemessen (Denk an Zeugnisse).
Für mich ein Unding, da individuell bewertet werden müsste, wie lange die Person bereits selbständig ist, wie viel Startkapital vorhanden war, ob sie krank ist, ob es personelle Unterstützung gab, etc. Du merkst, pauschalisiert lässt sich das nicht festlegen.

Erfolg fliegt nicht vom Himmel Ich bin von heut auf morgen vor vollendete Tatsachen gestellt worden, da mir damals aufgrund von zwei Punkten, die mir nur aufgrund meiner Krankheiten gefehlt haben, das Bafoeg gestrichen wurde. Mit Attesten und allen Unterlagen, um aufzuzeigen, dass selbst innerhalb Bayerns die Fachhochschulen verschiedene Creditpoint-Systeme haben, habe ich ein detailiertes und höflich und klar verständliches Anschreiben an das zuständige Studentenwerk gesendet, jedoch ohne Mitleid und Unterstützung zu erhalten. Heute sehe ich im TV eine Beraterin dieses Studentenwerks, die betont, wie wichtig ihnen Einfühlungsvermögen ist, da jeder Student individuellen Belastungen ausgesetzt ist und das niemand ignoriert, sondern sehr ernst genommen wird. Ich habe davon leider nichts zu spüren bekommen.
Ich habe mir meine körperlichen Belastungen nicht ausgesucht und so war ich mal wieder dem System ausgeliefert. Aus diesem Grund habe ich den Entschluss und den Mut gefasst, mich selbstständig zu machen, um mir weiterhin das Nötigste zum leben sichern zu können.
Viele haben mich damals belächelt, doch ich wollte es und habe es auch geschafft.

Nur mit Fleiß und Disziplin und Durchhaltevermögen kommt man am Ende ans Ziel. All das Jammern hilft einem nicht. Das bedeutet nicht, dass man mit allem zufrieden sein muss, doch sollte man immer schnell wieder auf die Beine kommen, um erneut aufs Pferd zu steigen.
JETZT ist der Zeitpunkt, an dem Du Dein Leben leben musst und darfst, und nicht erst später. Zögere nicht zu lange! Ich hatte eine gute Idee, Erfahrung, das nötige Know-How, die Disziplin, die Not und vor allem den Mut, mich mit 25 ohne Startkapital selbstständig zu machen. Manchmal muss man einfach seiner Intution folgen. Mit Gott an der Seite ist das ganze noch viel leichter. Eine Anstellung war schon zu dieser Zeit undenkbar für mich geworden, da leider kein Arbeitgeber mit den häufigen Fehlzeiten zurecht gekommen ist und man als Schwerbehinderter - trotz gesetzlich geregelter Mindestquote – nur sehr schwer an Jobs kommt, die wirklich zu einem passen und angemessen bezahlt werden. Hätte ich damals gewusst, dass es irgendwann Jobs im Home-Office geben wird, hätte ich mir einiges an Kopfzerbrechen gespart, aber nun gut.

Ich habe den Belastungen nur ein paar Jahre standhalten können, da ich einfach zu krank durch äußere Umstände geworden bin, doch die Erkenntnis war dennoch innerlich heilend. Vielleicht auch, weil ich richtig erfolgreich war und mir mein Beruf Spaß gemacht hat. Mein Beruf jetzt macht mir ebenfalls Spaß und eine Abwechslung im Leben ist manchmal nie verkehrt. Deshalb möchte ich kein Mitleid von Dir oder irgendwem. Ich will, dass Du verstehst, dass Du nicht allein mit Deinen Problemen bist. Die meisten reden nur nicht darüber, doch es gibt sie überall. Und ich meine überall. Ich war bei vielen Menschen zu Hause, habe die liebsten Kinder, Tiere und die Wohnungen und Häuser gehütet. Meine Schlüssel glichen die eines Hausmeisters und ich habe mit jedem einzelenen dieser Schlüssel immer sehr viel Verantwortung übertragen bekommen – manchmal auch Sorgen.
Gerade für mich als HSP ist es nicht leicht gewesen, immer den nötigen Abstand zu bewahren. Bei Menschen habe ich es mittlerweile mehr oder weniger verinnerlicht, doch bei schutzlosen Wesen wie Tieren bekomme ich es nicht so gut geregelt, wenn ich sehe, dass sie nicht gut behandelt werden. Ich werde damit nie zurechtkommen, wie der hochentwickelte Mensch einem anderen Lebenwesen freiwillig und ohne Reue Schmerzen zufügen kann.

Autenthizität ist vielleicht out, da eine perfekte Illusion sich besser verkauft, doch ich steh drauf, ehrlich zu sein. ;)

Mehr Philosofie gefällig? Unten findest Du weitere relevante Stichwörter, die Dich zu weiteren Artikeln führen.

Abschließend noch meine #montagsmotivation: Nutze die Woche, nutze den Tag, um aufzuzeigen, dass Du unmöglich Geglaubtes möglich machen kannst - auch wenn es nur ne A****bombe in den Pool ist?! Zeig, was Du kannst!? Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei! Lass Dich niemals unterkriegen und kämpfe!
Marie

 


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